Ziegenzucht in Hessen -  Herzlich Willkommen

Bundesrat beschließt endgültig Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes u. erneuert Forderung nach Einführung einer Weidetierprämie

 

Das Plenum des Deutschen Bundesrates hat am 14.02.2020 die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes abschließend beschlossen. Ferner wurden die beiden letzten Sätze der Umweltausschussempfehlung, für Einführung einer Weidetierprämie ebenfalls beschlossen.

 

Der Abschuss von Wölfen wird in bestimmten Fällen erleichtert. Der Bundesrat hat den entsprechenden Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz am 14. Februar 2020 grünes Licht erteilt. Danach ist der Abschuss bereits zur Abwehr ernster Schäden zulässig. Bislang sprach das Gesetz von erheblichen Schäden. Die Neuregelung soll auch Hobbytierhalter schützen.

 

Ausdrücklich erlaubt ist der Abschuss künftig, wenn unklar ist, welcher Wolf Herdentiere angegriffen hat. Hören die Nutztierrisse nicht auf, dann ermöglicht das Gesetz, weitere Rudeltiere zu töten. Voraussetzung ist allerdings, dass es einen räumlichen und zeitlichen Zusammenhang zu dem Rissereignis gibt. Mischlinge aus Wolf und Hund, sogenannte Hybride, sollen ebenfalls geschossen werden können. Die Länderbehörden müssen jeden Abschuss einzeln genehmigen. Zum Abschuss berechtigt ist grundsätzlich die Jägerschaft. Für den Fall, dass der Abschuss ausnahmsweise nicht durch einen Jäger erfolgt, muss dieser zuvor darüber informiert werden. Nur bei Gefahr im Verzug ist die Benachrichtigung nicht erforderlich.

 

Ausdrücklich verboten wird das Füttern und Anlocken wildlebender Wölfe. Dies soll verhindern, dass Wölfe sich zu sehr an den Menschen gewöhnen.

 

Die Neureglungen zum Abschuss der Wölfe sollen nach Aussage des Bundesrates die Sorgen der Bevölkerung, die Interessen der Weidetierhalter und den Schutz der Wölfe als streng geschützte Tierart in einen angemessenen Ausgleich bringen, heißt es in der Gesetzesbegründung.

 

Das Gesetz wurde dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet. Anschließend kann es im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Es soll einen Tag darauf in Kraft treten.

 

In einer begleitenden Entschließung erneuert der Bundesrat seine Forderung nach einer Weidetierprämie. Auf diese Weise werde die gesellschaftlich anerkannteste Form der Nutztierhaltung angemessen gefördert und ein wesentlicher Beitrag zum Natur-, Arten, Hochwasser- und Klimaschutz sowie zum Schutz der biologischen Vielfalt geleistet.

 

Für eine Weidetierprämie hatten sich die Länder bereits in ihrer Stellungnahme zum ursprünglichen Gesetzentwurf und im vergangen Jahr auch mit einer eigenen Initiative (BR-Drs. 141/19 (B)) ausgesprochen.

 

Die Entschließung geht an die Bundesregierung. Sie entscheidet, ob sie das Anliegen des Bundesrates aufgreift. Feste Fristen gibt es hierfür nicht.

 

 


Toter Wolf in Wiesbaden aufgefunden

 

Zwischen dem Wiesbadener Ostbahnhof und der Kläranlage wurde am 05.02.2020 ein toter Wolf von einem Bahnmitarbeiter aufgefunden. Es handelte sich um ein jüngeres, weibliches Tier.

 


 

Möglicher Wolfsangriff in Sontra

 

In der Nacht zum Montag, 03.02.2020 oder am Montagvormittag sind bei Sontra Schafe von einem Wolf oder mehreren Wölfen angegriffen worden. Passanten hatten Wölfe beobachtet. Ein Schaf wurde schwerverletzt mit tiefen Wunden an Hals, Ohren und den Hinterläufen aufgefunden, ein weiteres Schaf auf einer benachbarten Wieder wies zerrissenes Fell am Rücken auf.

 

Durch einen Wolfsgutachter wurden Gewebeproben des verletzten Tieres genommen, die

genetisch untersucht werden. Das Ergebnis soll in etwa drei Wochen vorliegen.

 

In der Nähe war bereits mehrfach eine Wölfin nachgewiesen worden, zuletzt bei einem

Riss in Heyerode im November 2019. Sollte sich diese jetzt wieder als Angreiferin herausstellen, ist sie als resident anzusehen.

 

Bereits im Oktober war ein Wolf in Waldkappel im Werra-Meisner-Kreis gesichtet worden, in Sontra selbst im Juni 2019.

 

https://www.fnp.de/hessen/wolf-schaf-sontra-schwer-verletzt-zr-13523824.html

 


Wolf in Frankfurt angefahren

 

Im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen ist am Dienstagmorgen 28.01.2020

ein Wolf angefahren und dabei getötet worden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, war das Tier gegen 8.45 Uhr in einem Waldgebiet über die Babenhäuser Landstraße gelaufen und von einem Auto erfasst worden.

 

Bereits am 16.01.2020 war auf der A60 nahe dem Dreieck Mainz ein Wolfsrüde von einem Fahrzeug erfasst und getötet worden. Das Tier mit der Bezeichnung „GW1478m“ stammt nach Angaben des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums aus der Alpenpopulation und war zuvor noch nicht nachgewiesen worden.

 


Herzlichen Dank an alle Teilnehmer an der Demonstration "5 nach 12" der Weidetierhalter am 15.01.2020 in Wiesbaden für Ihre Unterstützung!


Der Ziegentag 2020 findet am Samstag, 01.02.2020 ab 10.00 h in der

 

Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz (KGGA) der Justus-Liebig-Universität Gießen“, Frankfurter Str. 106, 35392 Gießen statt.

 

Das Programm mit Themen findet sich nachfolgend. Bitte Anmeldefrist beachten!

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Einladung zum Ziegentag 2020.pdf
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Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft bietet gemeinsam mit Herr Hermann Jakob (Metzgermeister, Berufsschullehrer und Leiter der Meisterschule für Fleischer in Kulmbach) am

 

27. März 2020 einen

 

Lehrgang zur sinnvollen Verwertung und Verkauf von Ziegenfleisch

 

in Kloster Scheyern an.

 

Dieser Kurs richtet sich an alle interessierten Ziegenhalter, die Ihre Fleischprodukte in der Direktvermarktung verkaufen und Metzger, die bereits Ziegenfleisch verarbeiten oder planen dies zu tun.

 

Übernachtungsmöglichkeiten für den Kurs können vom Kloster gestellt werden.

 

Näheres zum Kurs unter https://www.lfl.bayern.de/itz/schaf/235582/index.php 

 

Dieser Kurs ist erstmal als einmaliger Kurs geplant, daher ist es nicht sicher,

dass bei einer Warteliste ein weiterer Kurs stattfinden wird.

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Anmeldeformular Kurs Ziegenfleisch sinnv
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Das 6. Modul des Sachkundelehrgangs für Schaf- und Ziegenhalter/-innen des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen findet am 

 

13. März 2020 von 09.00 bis 16.00 h zum Thema 

 

Gesundheitsmanagement

 

statt. Näheres finden Sie unter https://llh.hessen.de/beratung/veranstaltungen/30365/


Blauzungenkrankheit

 

Informationen zur Blauzungenkrankheit, dem aktuellen Sachstand sowie betroffener Gebiete in Hessen finden sich auf der Internetseite des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter https://umwelt.hessen.de/verbraucher/tiergesundheit-tierseuchen/tierkrankheiten-tierseuchen/blauzungenkrankheit.

 

Eine jeweils aktuelle Übersicht zum Tierseuchengeschehen kann beim Friedrich-Löffler-Institut - Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit unter https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/blauzungenkrankheit/ eingesehen werden.

 

Wichtig für Ziegenhaler und -züchter sind insbesondere die Regelungen zum Verbringen von Wiederkäuern innerhalb von Sperrgebieten. Innerhalb des BTV8-Sperrgebiets, das auch andere Mitgliedstaaten umfassen kann, können Wiederkäuer ohne Impfung oder Laboruntersuchung mit behördlicher Genehmigung verbracht werden, soweit die Tiere zum Zeitpunkt des Verbringens keine Krankheitssymptome zeigen, die auf Blauzungenkrankheit hinweisen, und der Betrieb nicht wegen Blauzungenkrankheit gesperrt ist.

Das Verbringen zum Zwecke der Schlachtung von nicht geimpften Wiederkäuern ist ebenfalls mit behördlicher Genehmigung erlaubt. 

 

Bei Fragen empfehlen wir dringend sich an das jeweils zuständige Veterinäramt zu wenden.

 


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