Ziegenzucht in Hessen -  Herzlich Willkommen

Stellungnahme des HZZV zum Entwurf des Wolfsmanagementplans

 

Gemeinsam mit dem Hessischen Verband für Schafzucht und –haltung e.V., der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft e.V. und dem Verband Ökologischer Landbau in Hessen e.V. hat der HZZV eine Stellungnahme gegenüber dem HMUKLV zum übersandten Entwurf des Wolfsmanagementplans abgegeben und darüber hinaus ergänzend auf weitere Punkte hingewiesen, die vor einer Einführung des Wolfsmanagementplans nach Ansicht des HZZV zwingend zu klären sind.

 

Da der HZZV neben der Einbindung aller Betroffener auch ein vollständige und transparente Information der Öffentlichkeit für wichtig erachtet finden Sie die ergänzende Stellungnahme nachfolgend.

 

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Stellungnahme HZZV zum Entwurf WMP.pdf
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Umfrage zur Hobbyhaltung von Ziegen

 

Aktuell wird durch Frau Judith Ziemek an der Justus-Liebig-Universität Gießen eine Masterarbeit im Bereich der Nutztierwissenschaften zur Situation der Hobbyhaltung von Schafen und Ziegen gefertigt. Die Arbeit wird durch Prof. Dr. Axel Wehrend und Dr. Henrik Wagner von der Veterinärklinik in Gießen (Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz) betreut.

 

Für die Arbeit ist eine Datenerhebung notwendig, die mittels Fragebogen erfolgt. Alle Daten werden anonym erhoben und streng vertraulich behandelt. Die Daten werden nicht kommerziell genutzt. Der Befragungszeitraum endet am 30. April 2021.Der Fragebogen ist als online-Version über den folgenden Link abrufbar:

 

https://www.soscisurvey.de/schafe-ziegen-hessen/

 

Da es für den Erfolg und die Repräsentativität der Studie wichtig ist, eine möglichst große Datenbasis zu erhalten, bitten wir die Arbeit zu unterstützen und am der Umfrage

teilzunehmen. Dier Ergebnisse werden dem Hessischen Ziegenzuchtverband zur

Verfügung gestellt.

 

Bei Fragen zur Arbeit oder zum Umgang mit den erhobenen Daten, können Sie Frau Ziemek per Mail an Judith.Ziemek[at]agrar.uni-giessen.de kontaktieren.

 

 


Ziegen haben Spaß am Problemlösen

 

Ziegen haben offenbar Freude am Lösen von Aufgaben. Im Fachmagazin „Scientific Reports“ berichtet eine Gruppe überwiegend schweizer Wissenschaftler über entsprechende Versuchsergebnisse.

 

Bei der Untersuchung konnten die Tiere, um an Futter als Belohnung zu gelangen eine Aufgabe – in Form des Öffnens einer Schiebtür - lösen oder die Belohnung hinter einer offenen Tür auswählen. Dabei wählten 53 der 57 getesteten Tiere über zehn Versuche mindestens einmal die Belohnung hinter der geschlossenen Tür.

 

Die Vorliebe für lösungsorientierte Handlungen ist bei Haustieren grundlegend bekannt und konnte bei Zwergziegen bereits beobachtet werden. In der Studie wurden nun neben Zwergziegen auch Milchziegen eingesetzt. Interessant dabei war, dass diese ein über die Versuchsreihe gleichbleibendes Interesse an der verschlossenen Tür hatten und diese sogar bevorzugten. Erwartet worden war vielmehr, dass diese als für hohe Milchleistung gezüchteten Nutztiere ihre Energie sparen und weniger motiviert sein würden. Dies vor allem auch, wenn die Belohnung auch ohne Anstrengung zur Verfügung steht.

 

Die Studie finden Sie unter nachfolgendem Link:

 

Goats work for food in a contrafreeloading task | Scientific Reports (nature.com)

 


Neue Plattform für Direktvermarkter durch den BDZ

 

Der Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter will Direktvermarkter gemeinsam mit den Landeszuchtverbänden unterstützen.

 

Hierzu wurde durch den BDZ bereits 2017 mit Hilfe der Landwirtschaftlichen Rentenbank die Broschüre „Multitalent Ziege: Haltung – Produkte – Direktvermarkter“ aufgelegt, die u.a. eine bundesweite Übersicht aller direktvermarktenden Mitglieder enthält.

 

Diese Direktvermarkter-Broschüre wird nun im Rahmen eines weiteren Projekts, das von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert wird, digitalisiert– und zwar auf eine zeitgemäße und moderne Art und Weise, d.h. die Direktvermarkter-Angebote sollen auch auf der BDZ-Homepage dargestellt werden, so dass es von Verbraucherinnen und Verbraucher nicht nur dort zu finden ist, sondern zudem die Anfahrt unmittelbar über einen eingebundenen Routenplaner dargestellt werden. Um diese effiziente und attraktive Möglichkeit für alle direktvermarktenden Betriebe, die gleichzeitig Mitglied bei einem BDZ-Landesverband sind, zu bieten, nutzen der BDZ für die Digitalisierung die Software eines jungen Start-Up „Frisches Zeug“, mit dem dieser zusammenarbeitet.

 

Hintergrund ist, dass mehr als eine simple Auflistung der Kontaktdaten auf der Homepage gesetzt werden soll. Kunden sind anspruchsvoller und wollen auch ein „Einkaufserlebnis“, gerade auf dem digitalen Marktplatz. Es ist daher beabsichtigt, die Betriebe besser in Szene zu setzen.

 

Was ist dabei zu beachten?

  • Alle Direktvermarkter der BDZ-Mitgliedsverbände sind herzlich eingeladen, sich auf der BDZ-Homepage für diese Digitale Direktvermarkter-Übersicht anzumelden.
  • Diese Anmeldung ist kostenfrei.
  • Die dort angegebenen Daten zum Betrieb, Produktpalette, Öffnungszeiten, Fotos vom Hofladen etc. werden nach einer Bestätigung als BDZ-Landesverbandsmitglied durch den jeweiligen Landesverband auf die BDZ-Homepage, Rubrik Direktvermarkter überspielt.
  • Dort sind sie dann zu finden und es wird für denjenigen, der sie dann aufsuchen möchte auch der Routenplaner geöffnet.

 

Ziel des BDZ  ist es, Ihren Betrieb kostenfrei auf der Webseite zu platzieren – und somit direktvermarktende Mitglieder der BDZ-Landessverbände zu fördern und zu stärken!

 

Vorteil für den Verbraucher:

-          Der Kaufinteressente geht auf die BDZ-Seite der Direktvermarkter, gibt seinen Standort ein und ihm werden die Adresse auf der Karte angezeigt.

-          Der Käufer entscheidet dann, an wen er sich wenden möchte, nachdem er evtl. auch das Produktangebot angeschaut hat.

 

Auf der BDZ-Homepage soll in wenigen Tagen einen Leitfaden mit einer Anleitung zur Anmeldung zu finden sein.

 

 


Schmallenberg-Virus Infektionen (SBV) - vermehrte Nachweise 

 

Das Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat mit Datum vom 10.12.2020 informiert, dass durch das LHL Infektionen mit dem Schmallenberg-Virus bei Schaflämmern nachgewiesen wurden. So seien sechs Tiere mit präkolostralen Antikörpern bzw. positiven PCRen ermittelt worden. Bei den Einsendungen handele es sich um pathomorphologisch SBV-typische Aborte von Lämmern bisher aus den Landkreisen Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill-Kreis und Hochtaunuskreis.

 

Nach der darauf durchgeführte Rücksprache mit dem Fridrich-Löffler-Institut, scheint es in diesem Jahr bisher bundesweit keine vermehrten Fälle zu geben, allerdings habe man bereits im letzten Jahr wieder deutlich häufiger SBV in Gnitzen-Pool-Untersuchungen gefunden. Somit sei davon auszugehen, dass weitere SBV-Fälle zu beobachten sein werden.

 

Das Schmallenberg-Virus  wird durch Stechmücken (Gnitzen) von Tier zu Tier übertragen und befällt Schafe, Ziegen und Rinder. Infizierte Tiere zeigen selbst keine oder nur vorübergehende Krankheitssymptome wie Fieber, Durchfall und Rückgang der Milchleistung. Trächtige Tiere bringen jedoch als Spätfolge einer Infektion Lämmer beziehungsweise Kälber mit starken Missbildungen zur Welt, was bei der Geburt zu Komplikationen führen kann.

 

Allen Tierhaltern wird daher geraten, ihre Rinder, Schafe und Ziegen während der Ablamm- und Abkalbeperiode genau zu beobachten und - wenn nötig - Geburtshilfe leisten. Ein zugelassener Impfstoff gegen das Schmallenberg-Virus (Zulvac SBV, Fa. Zoetis) steht zur Verfügung.

Tierhalter können darüber hinaus versuchen, ihre Tiere mit insektenabwehrenden Mitteln (Repellentien) vor Mückenstichen zu schützen.

 


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